Fotowalk Marchivum

Am 14. August 2019 betraten 15 Fotobegeisterte im Rahmen eines speziellen Fotospaziergangs das Mannheimer MARCHIVUM (https://www.marchivum.de). Dies ist Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung. Es ist aus dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte hervorgegangen. Dessen Anfänge reichen in das Jahr 1907 zurück, als es von Mannheims erstem Stadtarchivar Friedrich Walter begründet wurde. Mit dem Einzug in das neue Haus erhielt das Stadtarchiv Mannheim – ISG zum 1. März 2018 den Namen MARCHIVUM. Dieser Name drückt das neue Selbstverständnis der Institution aus, die sich zu ihrer Tradition bekennt und zugleich neuen Entwicklungen offen steht. Es ist sozusagen das Gedächtnis der Stadt Mannheim. Mit seinen rund 17 Kilometer Aktenmaterial und den Millionen Fotografien ist es vor noch garnicht so langer Zeit in einen bis dahin verlassenen Weltkriegsbunker eingezogen.

Im zweiten Weltkrieg entstanden in Mannheim 52 Bunker für insgesamt 130.000 Menschen. Die meisten waren Hochbunker, d.h. sie standen über der Erde. Der größte der Mannheimer Hochbunker, der sog. Ochsenpferchbunker in der Neckarstadt West wurde für das MARCHIVUM entsprechend umgebaut. Neben den reinen Archivräumen innerhalbhalb des alten Bunkergebäudes wurden zwei Geschosse aufgestockt. Hinter deren Glasfronten sind die Verwaltung, die Büros für die wissenschaftliche Arbeit sowie der große Vortragssaal untergebracht.

Fotografisch kann man sich an der gelungenen neuen Architektur sowie an der Technik des Hauses und den damit verbundenen Perspektiven abarbeiten. Beim Rundgang sieht man permanent Neues. Ein weiteres „Leckerli“ ist die Aussicht über die Stadt, mit ihren Wohnbereichen, ihren Türmen und Brücken sowie der Mannheim prägenden Industrie und Teile des Hafens; es ist eine Sicht über Mannheim.

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